Es ist Sommer: Ab in die Sauna!

Es ist Sommer: Ab in die Sauna!

Bei dieser Hitze auch noch in die Sauna? Never ever! Oder doch?

Es ist allgemein bekannt, dass Saunieren dem Körper guttut. Bei vielen findet das Saunieren gedanklich in den Wintermonaten statt – liegt es doch nahe, sich bei frostigen Temperaturen in der Sauna aufzuheizen. Aber ist es auch gesund bei Außen­tempera­turen jenseits der 30 Grad in die Sauna zu gehen? Warum es dennoch angesagt ist, auch im Sommer zu Saunieren, lesen Sie im folgenden Blog.

Ganzjähriges Saunieren für die Immunabwehr!

Ein wichtiger Aspekt beim Saunieren ist die gesund­heitliche Auswirkung auf unseren Körper, gerade wenn wir diesen dadurch regelmäßig trainieren können. Denn der Wechsel von Heiß zu Kalt löst einige Reaktionen aus, die sich positiv auf unseren ganzen Körper auswirken.

Beim Saunieren erhitzt sich unsere Haut. Damit unser Körper die Wärme besser verar­beiten kann, reagiert er daraufhin mit der Erweiterung der Blut­ge­fäße. Durch die vermehrte Zufuhr von warmem Blut in den Körperkern erhöht sich die Körpertemperatur auf 38 bis 38,5 °C. Puls und Herzschlag erhöhen sich, mehr Blut wird durch die Adern gepumpt, unser Herzkreis­lauf­system arbeitet auf Hochtouren. Gehen wir nach dem Saunieren an die kühle Luft und kühlen uns ab, so ziehen sich durch den Kältereiz die Ge­fäße wieder zusammen und verengen sich.
Findet dieses Gefäßtraining nun regelmäßig über das ganze Jahr statt, erhöht sich der Abhärtungseffekt und stärkt unsere Immunabwehr. Mit Temperaturunterschieden kommen wir besser klar, sommers wie winters.
Auch die Durchblutung der Nasenschleimhäute kann sich beim Saunieren verbessern.
Das Hautbild verfeinert und verbessert sich durch ganzjähriges Saunieren. Dampf und Hitze fördert die Durchblutung unserer Haut und öffnet die Poren. Diese werden dadurch gereinigt und überschüssiger Talk kann entweichen. Das Resultat ist eine seidenweiche glatte Hautoberfläche nach dem Saunieren.

Der Frische-Kick beim Saunaaufguss

In der hauseigenen Sauna in Garten oder Wohnung können Sie mit frischen oder auch blumigen Düften in Aufgusskonzentraten oder Kräutern den Sommer in die Sauna bringen. Mit Lavendelblüten oder Thymianblätter in der Biosauna atmen Sie den betörenden Duft der Provence ‒ Zironen- oder Orangenduft wirkt schon beim Schwitzen erfrischend.

Der absolute Frische-Kick in den Sommermonaten sind Ice-Bits beim Saunaaufguss. Ausatmen, einatmen, frei atmen – eine Wohltat und Entspannung beim Saunieren. Menthol Ice-Bits sind ein naturreines Produkt. Sie werden mit  Wasser in der Kelle gemischt und über die Saunasteine gegossen.

Ältere Menschen, Menschen mit Herz- Kreislauferkrankungen oder auch Schwangere sollten im Sommer vorsichtig sein. Bei sommerlichen Temperaturen klappt schnell mal der Kreislauf zusammen. Im Zweifelsfall vorher den Hausarzt befragen.

Wichtig beim Sommer-Saunieren: Die richtige Abkühlung

Die Abkühlung nach dem Saunagang ist zu jeder Jahreszeit wichtiger Bestandteil des Saunierens, damit sich unser Körper wieder herunter kühlen und normalisieren kann. Aber gerade im Sommer ist uns eine ausgiebige Abkühlung im Tauchbecken oder Schwall­dusche nicht nur ein Bedürfnis, sondern auch sehr belebend und wichtig für unseren Körper. Nehmen Sie sich daher ruhig mehr Zeit zur Abkühlung.
Um Herz und Kreislauf nicht zu überfordern, ist es wichtig zuvor ein paar Atemzüge an der frischen Luft zu nehmen und den Körper langsam wieder herunterzukühlen. Um den Körper wieder auf Normaltemperatur zu bringen, gibt es ganz unterschiedliche Abkühlmethoden:

Schwalldusche/Schwalleimer
Ein Schwalleimer ist an der Wand befestigt. Durch Ziehen an einer Kordel, die an einem Kipphebel befestigt ist, übergießt man sich mit dem kalten Wasser. Diese Art der Erfrischung ist Abhärtung pur, da das kalte Wasser mit einem kräftigen Schwall herauskommt. Bei Schwallduschen schießt das kalte Wasser gleichmäßig aus einem breiten Schlitz und erfrischt etwas sanfter.

Tauchbecken
Tauchbottiche gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Die meisten Tauchbecken oder auch Tauchkübel sind aus Holz gefertigt und mit kaltem Wasser gefüllt. Über eine Leiter oder Blockauftritt wird der Einstieg erleichtert. Erst sich langsam mit kaltem Wasser bespritzen, dann ganz untertauchen.


Kneippschlauch
Ein Kneippschlauch ist etwas dicker als ein her­kömm­li­cher Gartenschlauch, heraus kommt kaltes Wasser. Wie schon beim Tauchbecken beginnt man mit dem Abkühlen an Armen und Beinen und geht dann langsam Richtung Brust- und Herzbereich.

Eisbrunnen
Ein Eisbrunnen erzeugt Crash-Eis, das von oben herab in ein Auffangbecken rieselt. Das kurze und heftige „Einseifen“ mit dem Crash-Eis fördert die Durch­blu­tung der aufge­heiz­ten Haut, die sich bei dem plötzlichen Kältereiz ordent­lich zusammenzieht.

See/Pool
Hat man einen See zur Hand, kann man erfrischende Züge durch das kühle Wasser machen – grenzenlose Abkühlung inmitten der Natur.

Nach dem Saunieren und ausgiebiger Abkühlung braucht unser Körper eine Ruhephase, um sich regenerieren zu können. Hören Sie auf ihren Körper, was ihnen guttut, wie lange und wie oft Sie Saunieren möchten. Bei hohen Außentemperaturen kommt der Körper schnell an seine Grenzen, um so wichtiger ist es auch viel zu trinken und den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Tee, Fruchtsaft oder ein spritziges Mineralwasser mit Zitrone und Minzeblatt sind genau das richtige, um den Sommer zu genießen.

Fazit

Also, ab in die Sauna ‒ es ist Sommerzeit! Wer also auch in den heißen Sommermonaten die Sauna besucht, tut sich und seinem Körper etwas Gutes. Wenn die offizielle Saunazeit im Herbst beginnt, sind wir gewappnet und unser Körper auf Sauna „geeicht“.
Hören Sie auf ihren Körper ‒ bei Kreislaufproblemen oder Unwohlsein gehen Sie es langsam an und kühlen sich gut ab. Dann steht Ihnen beim Saunaspass auch im Sommer nichts mehr im Weg.